FAQ – Häufig gestellte Fragen

Vielleicht hast du ja eine oder mehrere Fragen. Einige typische Fragen werden uns immer wieder bei unserer Arbeit gestellt, wir haben sie und die Antworten darauf hier gesammelt. Schreib uns gern, wenn du hier keine ausreichenden Antworten findest.

Das findest du hier:

Du willst ins Ausland und hast Fragen zum Drumherum – dann findest du eventuell hier Fragen und Antworten:

Du hast eine Regenbogen-Gastfamilie vermittelt bekommen. Wie das nun alles so funktioniert kannst du hier nachlesen:

Ihr könnt euch vorstellen, Regenbogen-Gastfamilie zu werden? Fragen, die sich euch vielleicht gestellt haben findet ihr hier:

Informationen über QueerTausch findest du hier:


Du bist queer und willst auf und davon?

Ich bin bi-, pan- oder homosexuell und möchte ins Ausland.
Das ist super und freut uns sehr!

Muss, soll oder kann ich das in meiner Bewerbung angeben?
Das ist kein Muss und vor allem kein Soll! Wenn du findest, dass deine Bi-, Pan- oder Homosexualität (oder wie du deine sexuelle Orietierung sonst definierst) wie selbstverständlich zu dir gehört und du meinst, das darf in deiner ersten Selbstbeschreibung nicht fehlen – dann kannst du das gerne in deine Bewerbung mit aufnehmen. Wenn du findest, dass dies erst einmal niemanden etwas angeht oder es auch ansonsten in deinem Leben keine Rolle spielt, dann nicht. Wenn du für die Programmteilnahme angenommen wurdest, musst du noch einmal umfangreiche Beschreibungen auf englisch über dich verfassen, die dann ins Partnerland gehen und mit denen für dich vor Ort eine Familie gesucht wird. Dabei stellt sich evtl. noch einmal die gleiche Frage. Wenn du dir unsicher bist, nimm mit uns Contact us auf und wir überlegen gemeinsam!

Gibt es für offen bi-, pan- oder homosexuelle Menschen evtl. Länderbeschränkungen oder gebt ihr Länderempfehlungen?
Da wir auch Länder im Programm anbieten, in denen Bi-, Pan- und Homosexualität leider strafbar sind, beschäftigen wir uns zur Zeit sehr intensiv mit dieser Fragestellung. Bis jetzt gibt es dazu keine offizielle Stellungnahme – weder von AFS Deutschland noch von einem anderen AFS Partnerland.Grundsätzlich können und wollen wir auch aufgrunddessen niemandem von einem Wunschland abraten. Da wir aber intensive Kontakte zu den Aktiven in den Partnerländern und Erfahrungen von Zurückgekehrten aus allen Ländern haben, sind wir in dieser Hinsicht sehr gut in der Lage, bei der Länderwahl Tipps zu geben. Bitte nimm mit uns Contact us auf!

Ich bin trans* und will ins Ausland.
Auch das finden wir super! Bei trans* Menschen gibt es allerdings einige formale Hürden, die es zu meistern gilt. Dies sind vor allem Fragen, die sich um eine mögliche Personenstandsänderung, die damit gesetzlich geforderte therapeutische Begleitung sowie um Konkretes in der medizinischen Versorgung drehen.
Bitte nimm mit uns Contact us auf, damit wir gemeinsam über Möglichkeiten und Optionen sprechen können. Einige der wichtigsten Fragen und Informationen haben wir außerdem in Extrablättern zusammengefasst. Hier auf unserer Seite findest du diese Dokumente als knappen Überblick zum Download.

Wo willst du hin?
Informier dich über die rechtliche Situation von queeren Menschen in deinem Wunschland z.B. bei www.ilga.org, www.queeramnesty.de or that Foreign Office. For experience on acceptance in AFS programs, please join us Contact us on.


Als Regenbogenfamilie ein Gastkind aufnehmen!

Wir sind ein homosexuelles Paar – dürfen wir auch Gastfamilie sein?
Ja, selbstverständlich! Generell ist die einzige formale Voraussetzung ein eigenes Bett für das Gastkind! Motivation zum interkulturellen Lernen und ein wenig Zeit zu Beginn des Jahres sind hilfreich, damit die eine oder andere Hürde gemeinsam genommen werden kann. Weitere Informationen zum Thema Gastfamilie gibt es auch in unserem Artikel „Eine wie keine“, der bereits 2012 in unserer Vereinszeitschrift HORIZONTE erschienen ist.
Egal, ob als altes oder junges Paar, mit oder ohne Kindern, Haus oder Wohnung, Katze oder keinen Fremdsprachenkenntnissen – wir freuen uns über jede Bereitschaft zur Aufnahme von Gastkindern.
Rein formal sind Regenbogen-Gastfamilien sogenannte „nicht-traditionelle Platzierungen“. Das bedeutet, dass dem Austauschkind und dessen Familie die Platzierung vorgeschlagen wird und diese dann entscheiden können, ob sie diese annehmen. Das dient nach den Erfahrungen der letzten Jahre dem Schutz beider Seiten. Schließlich will niemand, dass ein Kind nur widerwillig kommt, sondern die Platzierung gerne so akzeptiert, wie sie ist!

Wie läuft das ab?
Jede interessierte Familie füllt den Bogen mit ihren allgemeinen Familieninformationen aus, beschreibt auf einer A4-Seite ihr Familienleben, ergänzt dies durch ein paar aktuelle Fotos und schickt das an das Büro von AFS. Dann gibt’s einen Besuch von den Ehrenamtlichen aus dem Komitee vor Ort, die meistens ein oder zwei Gastkindprofile in der Tasche haben.
Bei diesem Termin werden offene Fragen und organisatorische Dinge geklärt (Do’s & Dont’s für alle Beteiligten) und die Ehrenamtlichen interessieren sich für familiären Aktivitäten und lokale Besonderheiten.
Wenn sich die Gastfamilie dann für ein Kind entschieden hat und AFS Deutschland über das AFS-Büro im Partnerland bei Kind und Familie angefragt hat, gibt es eine Antwort! Entweder beginnt dann das Abenteuer Gastfamilie sein (vielleicht mit einer E-Mail?) oder es folgt ein weiterer Versuch mit einem anderen Gastkindprofil!

Gibt’s auch offen queere Gastkinder?
Es kommt äußerst selten vor, dass Gastkinder in ihren Unterlagen überhaupt auf ihre sexuelle Identität eingehen. Selten erzählen Kids aber z. B. vom Engagement in einer „Gay-Straight Alliance“ an ihrer High School. Offener Umgang mit einer möglichen Homo-, Pan- oder Bisexualität, Transidentität oder Intergeschlechtlichkeit bei Jugendlichen ist leider in vielen Ländern der Welt alles andere als selbstverständlich. Daher ist es eher die Ausnahme, queere Gastkinder explizit als solche zu vermitteln. 


Als Gastkind in eine Regenbogenfamilie!

Mir wurde eine Regenbogen-Gastfamilie angeboten – was mache ich jetzt?
Zunächst einmal hast du jetzt mit deiner leiblichen Familie die Möglichkeit, die Unterlagen der Gastfamilie in Ruhe zu lesen und dich über das Interesse an deiner Person zu freuen! Habt ihr die gleichen Interessen oder Hobbies? Gibt es ein Instrument oder Haustier, was du dir wünschen würdest? Die Unterlagen können natürlich nur einen Teil von dem beschreiben, was zu einem Gesamtbild dazugehört. Deswegen scheut euch nicht, eure Fragen an das AFS-Büro weiterzugeben, wenn ihr bei der Entscheidungsfindung konkrete Fragen habt. Die Gastfamilien erzählen euch gerne mehr von ihrem Leben. Der Aspekt, den die Familienmitglieder zu einer nicht-traditionellen Platzierung werden lässt, rückt bei einer genaueren Betrachtung meist in den Hintergrund und bei dir ist dann hoffentlich ein ehrliches Interesse an den Personen ausschlaggebend!

Wo gibt es Regenbogen-Gastfamilie bzw. aus welchen AFS-Partnerländern wird angefragt?
Die meisten Regenbogen-Gastfamilien kommen aus den USA. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass es häufig mehr männliche Paare sind als weibliche. Diese sind – wie alle Familien – sehr divers: von Anfang 30 bis Ende 50, in Downtown Seattle, auf einer Farm in Kansas oder in einem Vorort von Washington D.C. Es ist alles dabei! Auch aus Brasilien kamen schon Nachfragen, ob sich ein Kind eine Regenbogen-Gastfamilie vorstellen könnten.

Wie oft gibt es solche Platzierungen?
In den letzten Jahren gab es pro Jahr ca. fünf Regenbogen-Gastfamilien. In den ersten Vermittlungsjahren von Regenbogen-Gastfamilien musste das AFS-Büro bei vielen Kindern und ihren Familien anfragen. In den letzten Jahren erklärten sich Kinder und deren Familien schneller bereit, eine „nicht-traditionelle Platzierung“ zu anzunehmen und können das seit einiger Zeit auch bereits in ihrem Steckbrief explizit angeben.

Weitere Informationen zum Thema Gastfamilie gibt es auch in unserem Artikel „Eine wie keine“, der bereits 2012 in unserer Vereinszeitschrift HORIZONTE erschienen ist.


QueerExchange

Wie lange gibt es QueerTausch schon?
QueerTausch hat sich im Frühjahr 2010 gegründet. Erste Ideen zu einer solchen Gruppe sind allerdings schon Mitte der 90er Jahre diskutiert worden.

Wer interessiert sich dafür oder wer ist die Zielgruppe?
QueerTausch ist für alle da! Für Menschen, die sich mit Fragen zu sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität sowie dem Thema interkultureller Austausch beschäftigen. Für alle, denen im internationalen Kontext etwas queer vorgekommen ist, die selbst que[e]rschießen oder die sich dafür engagieren, dass nicht nur die Norm sichtbar ist!

Kurz gesagt: für queere Menschen im internationalen Miteinander!

Mehr findest du unter „Wer, was, warum, wie ist QueerTausch?“, „Porträts der Team-Mitglieder“ und „Our self-image“.